Ad These 1) Sicherheit und Risikoreduzierung geht vor Umweltbilanz


Der Hauseingangsfilter filtert mit einer Trennschärfe von ca. 120 µm angeschwemmte Partikel aus dem Trinkwasser heraus. Alles was kleiner ist, geht durch.

Der endständige Membranfilter filtert mit einer Trennschärfe von 0,2 µm alle angeschwemmten Partikel aus dem Wasser heraus. Partikel, die größer sind als 0,2 µm, werden im endständigen Membranfilter zurückgehalten. Diese drücken sich in die Membrane ein, meist so stark, dass diese haften bleiben oder zumindest deutliche Spuren und Beschädigungen im Membranmaterial hinterlassen.


Durch einen Integritätstest sind diese Beschädigungen nicht detektierbar und eine Sichtkontrolle ist nicht möglich. Selbst Röntgenaufnahmen würden Membrandefekte nicht sichtbar machen.

Solche Membranen bestehen den Integritätstest ähnlich einem Autoreifen, der einen Stein oder Nagel  aufgenommen hat. Dieser wird die Luft nicht verlieren, weist jedoch ein erhöhtes Risiko auf.
Es ist für den Zweitnutzer nicht klar, welcher Vornutzung der Mehrwegfilter ausgesetzt war.
Ein Membranschlauch, der von innen nach außen durchflossen wird, wird sich unter dem Einfluss von Wärme und Druck etwas dehnen. Diese Dehnung ist durch einen Integritätstest nicht detektierbar!


“Heute ist es aus Sicherheitsgründen für die meisten Autofahrer selbstverständlich, keinen runderneuerten Reifen zu fahren”.

 

Ad These 2) Die Umweltbilanz muss vollständig sein


Die veröffentlichten Umweltvergleiche zwischen Mehrweg und Einweg sind in hohem Maße unvollständig! Neben Herstellung, Transport und Recycling müssen weitere Rahmenparameter gegeneinander gestellt werden.

 

Wenn ein Hersteller unterschiedliche Membranen für verschiedene Anwendungen produziert, ist dies vermutlich aufwändiger und kann nicht mit einem Hersteller verglichen werden, der ein einziges Kernprodukt für verschiedene Anwendungen herstellt. Dies spart relevante Personalkosten und individuelle Energiekosten.

Problematisch ist auch, wenn die Umweltbelastung bei der Entsorgung von chemischen Stoffen vernachlässigt wird. Hierzu  zählen auch Transport- und Personalkosten.

Wenn bei Recycling-Verfahren der Personalaufwand für den Arbeitnehmer, inklusive Energiekosten wie Licht, Wärme für Raum und persönlichen Bedarf sowie dessen Fahrten zur Arbeitsstelle und zurück, nicht betrachtet wird, ist der Vergleich unvollständig. 

Einen Membranschlauch (Hohlfasermembran) mit 3.000 cm² Fläche zu produzieren dürfte in etwa der 3-fache Aufwand sein, wie die Produktion eines Membranschlauches mit 1.000 cm² Fläche. Die vergrößerte Oberfläche ist erforderlich, um den Recyclingprozess zu ermöglichen.


"Die Umweltbilanz eines Fortbewegungsmittels ist erst dann vollständig, wenn dessen Energieaufwendung von der Produktion der Zulieferteile über den Betrieb bis hin zur Entsorgung aller Betriebsstoffe und Materialien inkl. Kosten für beteiligte Individuen betrachtet wird."

 

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