Die deutsche Trinkwasserverordnung soll die Qualität des Wassers schützen und verbessern. Sie basiert auf dem deutschen Infektionsschutzgesetz und der EG-Trinkwasserrichtlinie (Richtlinie 98/83/EG).

In Paragraph 37 des Infektionsschutzgesetztes  (IfSG) steht: „Wasser für den menschlichen Gebrauch muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist."

Ermächtigt durch den Paragraphen 38 des Infektionsschutzgesetzes hat das Bundesministerium für Gesundheit mit Zustimmung des Bundesrates die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) erlassen. Die wichtigsten Punkte dieser „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch” behandeln:

- die Beschaffenheit des Trinkwassers
- die Aufbereitung des Wassers
- die Pflichten der Wasserversorger
- die Überwachung des Trinkwassers

Da die Trinkwasserverordnung die EG-Richtlinie zur Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch in nationales Recht umsetzt, ist sie grundsätzlich europaweit gültig. Sie enthält teilweise noch strengere Vorgaben als das europäische Recht. Diese sind jedoch notwendig und zulässig, da national bewährte und für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger wichtige Regelungen beibehalten werden.

Ein wesentlicher Kernpunkt der Trinkwasserverordnung ist die Einbeziehung der allgemein anerkannten Regeln der Technik. Sie umfassen nationale (z. B. DIN, DVGW, VDI) und internationale (z. B. CEN, ISO) Normen zur fachgerechten Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser. Diese werden im Trinkwasserbereich allgemein akzeptiert und angewendet. Durch die nachweisbare Beachtung dieser detaillierten technischen Vorschriften und Hinweise stellen Anwenderinnen und Anwender sicher, dass das beim Verbraucher ankommende Trinkwasser den Anforderungen der Trinkwasserverordnung genügt.

Quelle: Umweltbundesamt