Unter Biofilm versteht man eine Schleimschicht, in welcher Mikroorganismen wie Bakterien, Algen, Pilze und Einzeller eingebettet sind. Im Biofilm sind Nährstoffe und andere Substanzen gelöst, die zur Vermehrung der Mikroorganismen vonnöten sind. Außerdem bietet die Schleimschicht ausgezeichneten Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen.

Biofilme bilden sich gemeinhin in wässrigen Systemen. Die Ansiedlung von Mikroorganismen findet immer an Grenzflächen statt. Dies kann einmal die Grenze zwischen Gas- und Flüssigphase sein. Ein Beispiel hierfür ist die Bildung einer sog. Kahmhaut an der Oberfläche eines nährstoffreichen Tümpels. Auch zwischen Flüssig- und Festphasen wie Steinen auf dem Grund eines Gewässers können sich Biofilme bilden.

Die häusliche Trinkwasserinstallation bildet ebenfalls eine Grenze zw. Flüssig- und Festphase. Zum einen haben wir hier als Ansiedelungsort für Bakterien die Grenzfläche des Metall- oder Kunststoffrohres zur Wasserfüllung hin. Andererseits bieten eingeschwemmte Sedimente sehr gute Bedingungen für die Vermehrung von wasserassoziierten Bakterien wie Pseudomonaden und Legionellen in Biofilmen. Sie vergrößern die besiedelbare Oberfläche immens.

Biofilter unter dem Mikroskop:

Biofilme

(Bildquelle: https://c1.staticflickr.com/5/4005/4481402455_5fe7c11ff2_b.jpg)