Bei Mikrofiltrationssystemen beträgt die Porengröße in der Membrane ca. 0,2 μm. Dadurch werden die allermeisten pathogenen Bakterien effektiv aus dem Trinkwasser entfernt. Viren sind kleiner, sie spielen jedoch in Trinkwassersystemen nach der Wasseraufbereitung durch den Wasserversorger keine wesentliche Rolle. In Wasseraufbereitungsanlagen aus Quell-, Brunnen- oder Oberflächenwasser können Viren jedoch zum Problem werden. Auch feinste Sedimente, die permanent von außen in die häusliche Trinkwasserinstallation eingeschwemmt werden, sind problematisch. Sie bilden eine gute Anheftungsfläche für biofilmbildende Bakterien.

Die optimale Lösung für ein reines Trinkwassersystem im Haus ist eine zentrale oder dezentrale Ultrafiltration. Diese Filtrationstechnik hat eine Trennschärfe (Porenweite) von 0,02 µm und verhindert das Eindringen von Sedimenten sowie Viren, Bakterien und Pilzen effektiv. Im Vergleich zu anderen Maßnahmen ist die Ultrafiltration kostengünstig, sie ist sofort wirksam und allgemein anerkannt.

LEGIO-WATER hat langjährige Erfahrung mit Ultrafiltrationssytemen unterschiedlicher Größe. Sie werden auf Kundenwunsch individuell gefertigt und den Bedingungen vor Ort angepasst. LEGIO-WATER Ultrafiltrationsanlagen sind weltweit im Einsatz.

Endständige Medizinfilter mit Plattenmembrane haben oft zwei Membranschichten. Man könnte vermuten, dass das Rückhaltevermögen einer Plattenmembran durch eine zweite Schicht verbessert wird. Korrekt ist jedoch, dass die zweite Schicht nur benötigt wird, damit Knick- und Faltstellen der Membran nicht zu einer Schwachstelle werden. Außerdem ist bei Plattenmembranen eine Dehnung des Materials und damit eine Weitung der Membranporen wahrscheinlicher.

Bei einer Schlauchmembrane ist eine zweite Schicht nicht erforderlich. Die Poren werden hier im Laufe des Einsatzes eher kleiner, daher ist ein bakterieller Durchbruch nahezu unmöglich. Ein mögliches Nachlassen der Filtrationsleistung gegen Ende der Standzeit weist deshalb auf die Sicherheit der Schlauchmembrane hin. Dies steht im Gegensatz zur Plattenmembrane, bei der es im Laufe der Nutzungsdauer zu einer Weitung der Poren kommen kann. Dadurch erhöht sich die Gefahr der Bakteriendurchlässigkeit.

 

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